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15.05.2012
Alte Rechnungen

STADTRAT  Gatersleben soll zum Zweckverband Ostharz kommen. Kritik an Behörden.



VON REGINE LOTZMANN

GATERSLEBEN/NACHTERSTEDT/MZ. -  „Ich kann die Emotionen zu 100 Prozent verstehen, aber wir müssen jetzt geradebiegen, was alle Verantwort-lichen Behörden in den letzten Jahren abgenickt haben“, versucht Stadtratsvorsitzender Mario Kempe die Misere zu erklären, in der sich der Seeland-Stadtrat nun befindet. Denn auf Drängen der Kommunalaufsicht und des Landesverwaltungsamtes muss nun auch das bis dahin in Sachen Abwasser eigenständige Gatersleben schnellstmöglich einem wirtschaftlichen Zweckverband angehören.
Der Beschluss, dass dies der Abwasserzweckverband Ostharz in Quedlinburg sein soll, wurde am Ende einer aufgewühlten Diskussion und zwei Versuchen, das Thema noch einmal von der Tagesordnung zu nehmen, beschlossen: bei einer Befangenheit mit 13 Jastimmen, drei Enthaltungen und zwei Neinstimmen. Letztere kamen verständlicherweise von den beiden Gaterslebener Räten. Hatte der dortige Ortschaftsrat zuvor seine Zustimmung doch komplett verweigert.
Die Aufträge umfassen von 724.000 Euro für den bautechnischen Teil der Kläranlage und 584.000 Euro für die maschinen- und elektrotechnische Ausrüstung. Der Kanalbau für eine Länge von 3700 Metern wird 1,853 Millionen betragen. Das Land fördert das Vorhaben mit 2,158 Millionen. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für Dezember 2012 und der zweite Abschnitt für Mai 2013 geplant. Dem folgt unmittelbar der dritte Kanalabschnitt zur vollständigen Ortserschließung. Harzgerodes Bürgermeister Jürgen Bentzius und Dr. Wolfgang Milch vom Umweltministerium würdigten mit ihren Grußworten den Baubeginn. „Wir wollten erst - wie bei anderen Sachen auch - mehrere Angebote haben, wer unser Abwasser abrechnet“, erklärte der Gaterslebener Stadtrat Mathias Arend (CDU) und verlangte verlässliche Zahlen. Was für Kosten auf die Bürger zukommen und auf die Betriebe, was für Summen gezahlt werden sollen. „Wir können“, so Arend, „doch keinen Persilschein für Ostharz ausstellen.“
„Was für eine große Abneigung Sie gegen den Zweckverband Ostharz haben, die anderen fünf Ortsteile sind ja auch zufrieden“, schüttelte Mario Kempe (CDU) den Kopf. „Wir sollten eine Einheitlichkeit im Ort besitzen“, nickte auch Stadtrat Carlo Scholz (CDU) angesichts der Tatsache, dass der Rest der Stadt Seeland schon seit Jahren von Ostharz betreut wird und sich dort gut aufgehoben fühlt. „Gleiches Recht für alle“, forderte deshalb auch Klaus-Dieter Andree (Die Linke). „Fünf Orte sind im Zweckverband, der ist liquide, wir haben keine Preise verschlampt.“ Zumal das laut Rainer Heuwold auch aus geografischer Sicht die günstigste Variante wäre.
Um den Gaterslebenern entgegenzukommen, wird nun aber geprüft, ob es für den Ortsteil ein eigenes Abrech-nungsgebiet geben könnte. Ebenfalls als Entgegenkommen sieht Seeland-Bürgermeisterin Heidrun Meyer, dass der monatliche Stundensatz, den der Zweckverband für die Betreuung aufwendet, auf höchstens 50 Stunden festgesetzt wird - was 15 000 Euro im Jahr entspricht. „Sollte diese Summe die Grenze überschreiten, wird es dem Stadtrat oder dem Hauptausschuss vorgelegt.“
Doch auf die fachliche Unterstützung sei die Stadt, angesichts dessen, was auf sie zukommt, angewiesen. „Wir haben große Probleme, die vor uns stehen“, meint die Bürgermeisterin mit Blick auf die Nachzahlungen für die Kanalanschlüsse, die auf die Gaterslebener zukommen, und weiß: „Das ist auch für die Bürger nicht so einfach, das alles zu erfahren.“ Das kann Mathias Arend nur bestätigen. Denn die Kosten, die auf die Stadt für die Bearbeitung zukommen, sind nur die eine Seite. „Wenn wir dem Verband beitreten, müssen alle, die nach ’91 an den Kanal angeschlossen wurden, mit Erschließungsbeiträgen belastet werden“, nennt er die andere. Was er nicht versteht, denn: „Wir haben eine schuldenfreie Kläranlage, ein komplett saniertes Kanalsystem.“
Das spiele keine Rolle, weiß die Bürgermeisterin jedoch und verliest einen Brief der Kommunalaufsicht. Darin wird unmissverständlich klargemacht, dass die Stadt Seeland für den Ortsteil Gatersleben eine Beitragssatzung erlassen müsse. Aufgrund der gesetzlichen Regelungen auch für die Vergangenheit. Bis hin zum Inkrafttreten des Kommunalabgabengesetzes, also bis 1991. Denn eine Deckung der Investitionskosten über laufende Benutzungs-gebühren sei entgegen der in Gatersleben seit Jahren vertretenen Meinung in Sachsen-Anhalt nicht erlaubt. „Wie kann das bei der Kommunalaufsicht vorher durchgegangen sein?“, fragte Stadtrat Ernst Mertin (CDU), der es nicht verstand, dass dieser Rechtsbruch dort nicht früher bemerkt worden war. Für ihn sei es zudem unmenschlich, dass die Gebühren nun bis 1991 nachverlangt werden sollen. „Aber die Vertreter des Ortes sind da nicht unschuldig - und wir sitzen jetzt hier und zermartern uns den Kopf.“ Auch Klaus-Dieter Andree wollte in Richtung Aufsichtsbehörde wissen, „warum eine Gemeinde 15 Jahre die Abwasserpreise subventioniert hat, obwohl das verboten ist - und wir müssen das nun geradebiegen“.

Quelle:  Mitteldeutsche Zeitung – Ausgabe Quedlinburg – 14.05.2012
 

14.05.2012
Tiefbau geht weiter

QUEDLINBURG/MZ -  Voraussichtlich am 21. Mai beginnen im Marschlinger Hof die Arbeiten zum Bau eines Niederschlagswasserkanales in der Marktstraße einschließlich Schmale Straße und Marschlinger Hof. Um über den Umfang der Baumaßnahme zu informieren, haben die Stadt Quedlinburg, der Zweckverband Ostharz und die Stadtwerke Quedlinburg die Anwohner am Montag, 14.Mai, in den Festsaal des Rathauses eingeladen. Mit den Arbeiten beginnt der nächste vorbereitenden Bauabschnitt für die Umgestaltung des Marktplatzes. Die Baumaßnahme wird den Markt voraussichtlich im August/September erreichen.

Quelle:  Mitteldeutsche Zeitung – Ausgabe Quedlinburg – 14.05.2012
 

04.05.2012
1. Spatenstich für die Kläranlage Königerode



VON KURT NEUMANN

KÖNIGERODE.   Der Baubeginn der Kläranlage in Straßberg vor sechs Jahren sollte der letzte Kläranlagenneubau für den Zweckverband Ostharz (ZVO) sein. Nun ist es anders gekommen. Der erste und vorerst letzte Spatenstich zur Errichtung einer Kläranlage im Unterharz erfolgte. Über den baulichen Ablauf informierte der technische Leiter ZVO Matthias Witte. „Die Städte und Gemeinden unseres Verbandes sind intensiv bemüht, ihre Ortschaften für unsere Gäste und Besucher anziehend und attraktiv zu gestalten. Mit dem Bau dieser Kläranlage und der zugehörigen Schmutzwasserkanalisation werden somit wichtige Voraussetzungen zur weiteren Entwicklung des Ortes geschaffen", so Matthias Witte.

Die Aufträge umfassen von 724.000 Euro für den bautechnischen Teil der Kläranlage und 584.000 Euro für die maschinen- und elektrotechnische Ausrüstung. Der Kanalbau für eine Länge von 3700 Metern wird 1,853 Millionen betragen. Das Land fördert das Vorhaben mit 2,158 Millionen. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für Dezember 2012 und der zweite Abschnitt für Mai 2013 geplant. Dem folgt unmittelbar der dritte Kanalabschnitt zur vollständigen Ortserschließung. Harzgerodes Bürgermeister Jürgen Bentzius und Dr. Wolfgang Milch vom Umweltministerium würdigten mit ihren Grußworten den Baubeginn.

Quelle:  Wochenspiegel Quedlinburg 02.05.2012
 

12.04.2012
Kanalbau auf Umwegen

SPATENSTICH  Königerode bekommt für 3,5 Millionen Euro Kläranlage und Kanal.


FOTO: DETLEF HORENBURG

VON DETLEF HORENBURG

KÖNIGERODE/MZ. -  Vorösterliche Überraschung in Königerode: Am Ortsausgang in Richtung Mönchsteich wurde am Donnerstag der Spatenstich zum Bau der 3,7 Kilometer langen Schmutzwasserkanalisation sowie der Kläranlage für den Harzgeröder Ortsteil vollzogen.
Ingesamt wird das Vorhaben 3,5 Millionen Euro kosten. Das Land will hierfür Fördermittel in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro zur Verfügung stellen. Für rund 600.000 Euro werden zusätzlich noch die Trinkwasserleitungen erneuert.
„Eigentlich habe ich vor sechs Jahren in Straßberg prophezeit, es ist der letzte Spatenstich zum Bau einer Kläranlage im Verbandsgebiet, ich füge heute lieber ein, dass es der vorerst letzte Spatenstich im Unterharz ist“, bekannte Matthias Witte, Technischer Leiter beim Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Ostharz (ZVO) Quedlinburg.
Möglich wurde der Bau der ordentlichen Abwasserbeseitigung durch die Eingemeindung der Ortschaft in die Stadt Harzgerode. Damit war der Weg frei, dass Königerode auch mit der Sparte Abwasserbeseitigung in den ZVO integriert werden konnte, erinnerte Harzgerodes Bürgermeister Jürgen Bentzius (SPD).
„Was lange währt, wird gut“, erklärte Wolfgang Milch, Abteilungsleiter im Magdeburger Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt zu dem Umweg, den die Gemeinde gegangen ist. „Der Bau der Kläranlage Königerode ist der letzte Baustein für eine ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung in den Unterharzgemeinden“, betonte er. Leicht hätten es sich die Akteure auf kommunaler und Landesebene nicht gemacht, um zu der jetzigen Lösung zu gelangen. Es sei eine große Herausforderung für die Kommune und den Verband gewesen, den Bürgern eine kostengünstige Abwasserentsorgung anzubieten.
„Der ZVO habe bisher bewiesen, dass er dazu in der Lage ist“, sagte der Abteilungsleiter. Er erinnerte daran, dass etwa 69 Millionen Euro Investitionsförderungen bis Ende 2011 in den Zweckverband Ostharz geflossen sind.
Der Kläranlagenbau und der Kanalbau in zwei Bauabschnitten sollen zum Jahresende und im Mai 2013 abgeschlossen werden. Der noch notwendige dritte Kanalbauabschnitt zur vollständigen Ortserschließung werde bis Ende 2013 folgen, sagte Matthias Witte zum Bauablauf.
„Solch ein umfangreicher Kanalbau wird den Einwohnern viel Verständnis und sicher auch die eine oder andere Unannehmlichkeit abverlangen“, bat Witte um Verständnis. Insbesondere wird der Anliegerverkehr im Ort seine Bewährungsprobe erhalten. Auf jeden Fall sollte während der Bauarbeiten ein „vernünftiger Umgang zwischen Anliegern und Baubetrieben“ gepflegt werden, mahnte Witte an. Da sei es eben auch gut zu wissen, dass in nur gut zwei Jahren das Vorhaben abgeschlossen sein soll. Dabei werde nicht nur das Schmutzwasserkanalnetz verlegt, sondern auch die Trinkwasserleitung erneuert und teilweise eine neue Gasversorgung aufgebaut.
Der Technische Leiter kündigte bei dieser Gelegenheit an, dass die Klausstraße, die Bundesstraße 242, nach derzeitigen Planungen ab dem Jahr 2013 grundhaft durch die Landesstraßenbaubehörde und die Stadt Harzgerode mit ausgebaut werden soll.

Quelle:  Mitteldeutsche Zeitung – Ausgabe Quedlinburg – 07.04.2012 (Ostern)
 

03.04.2012
Anschluss an Kanal wird hergestellt

VON PETRA KORN

Baustelle ERMSLEBEN/MZ -  Die Bundesstraße 185 ist seit Montag in Ermsleben am Ortseingang aus Richtung Aschersleben kommend voll gesperrt. Mitarbeiter einer Firma aus Wolmirsleben haben hier begonnen, einen Kanalanschluss für das neben der Straße liegende Grundstück herzustellen. Hier, auf dem Gelände eines ehemaligen Autohauses, möchte ein Investor einen Einkaufsmarkt errichten. Auftraggeber für die Kanalbauarbeiten ist der Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung "Ostharz" mit Sitz in Quedlinburg.

Für die am Montag begonnenen Arbeiten wird die Straße in Ermsleben (Stadt Falkenstein / Harz) bis einschließlich Mittwoch voll gesperrt bleiben. Das bedeutet, dass Autofahrer aus Richtung Ballenstedt und Harz auch nicht über die B 185 weiter in Richtung Aschersleben gelangen können - und umgekehrt. Eine Umleitungsstrecke über Reinstedt und Hoym ist ausgeschildert.

Über Ostern wird die Straße in Ermsleben zunächst wieder frei sein. Nach dem Osterwochenende werden die Arbeiten bis Pfingsten unter einer halbseitigen Sperrung der Straße fortgesetzt, sagte Harald Müller, Fachbereichsleiter Straßenbetrieb bei der Landesstraßenbaubehörde, Regionalbereich West in Halberstadt. "Dabei wird es aber auch in den Pfingstferien noch einmal für zwei bis drei Tage eine Vollsperrung geben." Auch hier werde für den Fahrzeugverkehr eine Umleitung über Reinstedt und Hoym eingerichtet.

Quelle:  Mitteldeutsche Zeitung – Ausgabe Quedlinburg – 03.04.2012
 

02.04.2012
1. Spatenstich für den Neubau der Kläranlage Königerode am 05.04.2012

VON ZVO

Zur Verbesserung der Gewässerqualität des Dorfbaches und der Schmalen Wipper ist die abwassertechnische Erschließung der Gemeinde Königerode nach Stand der Technik geplant.
Konkret sollen das erforderliche Schmutzwassernetz zur Ableitung sowie die Kläranlage zur Behandlung der im Ort anfallenden Abwässer errichtet werden. Bau der Kläranlage ist für den Zeitraum März bis Dezember 2012 vorgesehen.

Der Standort der Kläranlage befindet sich im Mühlenweg, am Parkplatz Mönchsteich. Die Investitionskosten für die Kläranlage belaufen sich nach erfolgtem öffentlichen Ausschreibungsverfahren auf 1.31 Mill. Euro.
Diese Summe wird zu 65% mit Unterstützung durch das Ministerium für Landwirtschaft u. Umwelttechnik
– Bereich Umwelt –  des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.

Die Anlage wird für den Anschluß von 800 Einwohnerwerten errichtet und besteht aus:
  • einer mechanischen Reinigungsstufe (Rechen u. Sandklassierer)
  • einer biologischen Reinigungsstufe (Belebungsbecken, Nachklärbecken und Gebläsestation)
  • einer Fällmittelstation
  • einem Schlammpumpwerk
  • einem geschlossenen Schlammspeicher
  • der EMSR-Technik (Stromversorgung u. Messeinrichtungen)
  • sowie Außen- u. Sanitäranlagen
Bei komplettem Anschluß aller Haushalte in Königerode können ca. 200 Kubikmeter Abwasser pro Tag gereinigt werden.
 

MZ-Artikel vom 13.01.2012
Abwasserkanal für Königerode

3,7 Kilometer Entsorgungsnetz entsteht.

VON DETLEF HORENBURG

In Königerode wird in diesem Jahr begonnen, eine 3,7 Kilometer lange Ortskanalisation zu errichten. Dazu werden noch 163 Grundstücksanschlüsse geschaffen. Dies erklärte der Geschäftsführer des Verbandes Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung Ostharz Quedlinburg (ZVO), Lutz Günther, zu den diesjährigen Investitionsschwerpunkten. Der Harzgeröder Ortsteil bekommt dazu noch eine vollbiologische Kläranlage. Diese ist für schätzungsweise 800 so genannte Einwohnerwerte ausgelegt. Die Investitionssumme beträgt rund drei Millionen Euro. Der Standort für die Kläranlage soll in Richtung Ortsausgang nach Dankerode sein. Laut ZVO liegen die Fördermittelbescheide für den ersten und zweiten Bauabschnitt bereits vor. Spatenstich könnte voraussichtlich im März sein.

Königerode wurde zum Jahresanfang 2011 Vollmitglied des Trink- und Abwasserzweckverbandes Ostharz (ZVO) Quedlinburg. Seit 19 Jahren war die Gemeinde dort bereits im Bereich der Trinkwasserversorgung Mitglied.

Quelle:  Mitteldeutsche Zeitung – Ausgabe Quedlinburg – 13.01.2012
 

MZ-Artikel vom 10.01.2012
Kanalnetz wird planmäßig erweitert

In Friedrichsbrunn und Stecklenberg wird weiter gebaut.

VON DETLEF HORENBURG

Im Thalenser Ortsteil Friedrichsbrunn wird das im vergangenen Jahr begonnene Kanalbauvorhaben weitergeführt. Dies betrifft laut Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung Ostharz (ZVO) mit Sitz in Quedlinburg die drei Straßen östlicher Teil am Bocksberg, Thalenser Straße sowie die Schreiberstraße.

Auch in Stecklenberg werden die Kanalbauarbeiten planmäßig fortgesetzt. Betroffen sind davon die Suderöder Straße, Bienenkopf, Emthöfen-Winkel, Schulgasse und Hinter dem Schwimmbad. Das Investitionsvolumen beträgt hier 700 000 Euro. Fördermittel sind beim Land beantragt , wie der Geschäftsführer des Verbandes Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung Ostharz Quedlinburg, Lutz Günther, zu den diesjährigen Investitionsschwerpunkten des ZVO erklärte.

Quelle:  Mitteldeutsche Zeitung – Ausgabe Quedlinburg – 10.01.20112
 

MZ-Artikel vom 03.01.2012
Königerode wird Baustelle

VON PETRA KORN

KÖNIGERODE/MZ - "Es ist eine Riesenherausforderung, den Ort in zwei Jahren von null auf 100 in der Schmutzwasserentsorgung zu bringen." Das machte Matthias Witte, Technischer Leiter beim Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Ostharz, auf einer Einwohnerversammlung in Königerode deutlich. Auf dieser gaben Vertreter des Zweckverbandes und des beauftragten Planungsbüros erste Informationen zu den Vorhaben.

Vor mehr als zwei Jahren hat der Stadtrat den Beschluss gefasst, dass Königerode, zuvor zu einem anderen Verband gehörend, zum Zweckverband Ostharz wechselt, erinnerte Jürgen Bentzius (SPD), Bürgermeister der Stadt Harzgerode, zu welcher Königerode gehört.

"Nun kann ich endlich sagen: Jetzt ist es soweit", verwies Bentzius auf die Arbeiten zur schmutzwassertechnischen Erschließung des Ortsteils: 2012 sollen mit Hilfe von Fördermitteln zwei Kanalbauabschnitte realisiert und eine Kläranlage gebaut werden. 2013 möchte der Zweckverband den dritten Kanalbauabschnitt folgen lassen.

Die Ausschreibung für die Errichtung der Kläranlage läuft, die Ausschreibung der Arbeiten für den ersten und zweiten Kanalbauabschnitt ist in Vorbereitung, sagte Stefan Großmann vom beauftragten Planungsbüro Stegroplan. Er geht davon aus, dass im März Baubeginn für die Kläranlage ist und der Kanalbau im April startet. Dabei würden in den beiden Bauabschnitten insgesamt 3,7 Kilometer Schmutzwasserkanal errichtet.

Mit den Trägern öffentlicher Belange seien Abstimmungen auch zur Verkehrsführung erfolgt. So soll an bestimmten "Engstellen" in den Sommerferien kommenden Jahres gebaut werden, wenn der Schulbusverkehr nicht stattfindet, erläuterte Großmann weiter.

Wo erforderlich, wird der Zweckverband im Zuge der Arbeiten auch die Trinkwasserleitungen erneuern, informierte Witte. "In jedem Fall werden wir in den Hauptstraßen die Leitungen mit auswechseln." Mit dem Energieversorger sei man noch im Gespräch darüber, ob dieser gleich Erdkabel verlegen wolle.

Regen Gebrauch machten die Königeröder von der Möglichkeit, Fragen zu stellen. So war ein Bürger besorgt wegen der Nähe der Kläranlage zur Wohnbebauung. "Wenn die Kläranlage ordnungsgemäß funktioniert, und dafür sind wir verantwortlich, merken Sie von dieser Anlage nichts", konnte Witte beruhigen.

Für Fragen sorgte auch die Tiefe, in welcher die Kanäle verlegt werden sollen. "Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, nach Möglichkeit den kompletten Ort im freien Gefälle zu entwässern", erläuterte Witte. Das bedeute, dass es an einigen Stellen bis in sechs Meter Tiefe gehen werde.

Und natürlich ging es auch um die Kosten, die mit den Arbeiten auf die Grundstückseigentümer zukommen werden. Ein Straßenausbau ist seitens der Kommune nicht vorgesehen. Informationen zu den Erschließungsbeiträgen erhalten die Grundstückseigentümer mit den Anhörungen, die in den nächsten Wochen auf Basis der Entwässerungsanträge vorbereitet werden, kündigte Witte an. Die Höhe der Erschließungsbeiträge werde sich nach der Grundstücksgröße und der Art der Bebauung richten.

Wie der Technische Leiter unterstrich, können sich die Bürger mit ihren Fragen jederzeit an den Zweckverband wenden. Zudem werde es dazu weitere Veranstaltungen im kleineren Rahmen geben, zu welchen die Anwohner der betreffenden Straßen, in denen gebaut werde, eingeladen würden.

Quelle:  Mitteldeutsche Zeitung – Ausgabe Quedlinburg – 03.01.20112
 

 
 

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